Musikfest der Städteregion: Musiker zeigen sich spielfreudig

Video zum Festzug:
http://www.youtube.com/watch?v=-C7f5gmLm_0&feature=youtu.be

Video zum Gesamtorchester:
http://www.youtube.com/watch?v=ZZR7ghNACoc&feature=youtu.be

http://www.youtube.com/watch?v=O7mW3zPDaIM&feature=youtu.be

Eicherscheid. „Das Musikfest der Städteregion, kombiniert mit eurem Jubiläum, war eine tolle Sache! Ihr erwiest euch als gute Gastgeber!“ Einhelliges Lob aus vielen Kehlen gab es für den Eicherscheider Musikverein „Eifelklänge“, als am Sonntagabend mit beschwingt-temperamentvollen Liedern der Swing– und Showband „Melano“ das Musikfest der Städteregion Aachen harmonisch ausklang.

Es wurde ab vergangenem Freitag in und um die Golddorf–Festhalle „Tenne“, in Verbindung mit dem Jubiläum „160 Jahre Musikverein Eifelklänge Eicherscheid“, gefeiert.

Der Sonntag gedieh zu einem sprühenden Feuerwerk erlebenswerter Programmpunkte mit guter Laune und lebhafter Kommunikation. Die Ausrichter luden zunächst zum gemeinsamen Gottesdienst. Er wurde zelebriert von Pfarrer Leo Kerbusch. Dem besinnlichen Gebetsgang einer Delegation unter geistlicher Leitung zum Ehrenmal folgte ein zünftiger Frühschoppen, umrahmt von schwungvollen Takten und Tönen der „Jungen Eifelländer Blasmusik“ und der Kapelle „Eifelgold“.
Mit Pauken und Trompeten

Den ganzen Tag herrschte auf dem Sportplatz Bachstraße und just zum Open–Air–Konzert errichteten Bühnen-Musikpavillon vor der Tenne ausgelassene Volksfeststimmung. 17 Musikvereine und Ortsgruppen nahmen mittags auf dem Germania–Rasen Aufstellung und sammelten sich zu einem farbenprächtigen Umzug. Der bunte Tross schlenderte gemächlich durch sonnendurchflutete Golddorfstraßen, gesäumt von dichtem Spalier heiter gestimmter Zuschauer. Nach der Rückkehr mit Pauken und Trompeten ins „Germania–Stadion“, so der Veranstaltungs–Schirmherr und stellvertretende Städteregionsrat Hans–Josef Hilsenbeck in einer Festansprache, paradierten Musikanten und Ortsvereine – Sportler, Feuerwehr, Karnevalsfreunde und Schützen – vor der Ehrentribüne.

Hilsenbeck lobte die Organisation und Tatkraft der ausrichtenden Eifelklänge: „Sie haben sich mit Planung und Durchführung dieses Festes viel und hervorragende Arbeit gemacht. Die hier anwesenden Vereine und Gruppen beweisen: Musik bedeutet für die Menschen wohltuende Muße und Erbauung, sie bereichert unser kulturelles Leben!“ Hilsenbeck wertete den Auftritt der grenzüberschreitend aktiven und überregional populären Akteure der Würselener „Jungenspiele“, die gewohnt virtuos und wagemutig ihre Fahnen schwenkten, als Beweis für fruchtbare musikalische Zusammenarbeit innerhalb der Städteregion. Der Laudator maß der Eifelklänge–Jugendarbeit enorme Bedeutung zu: „Mit ehrenamtlichem Einsatz von Vorstand und instrumentalen Lehrkräften wird der Nachwuchs systematisch an das schöne Hobby Musik herangeführt, man probt und konzertiert zu seinem eigenen Wohlbefinden wie zur Freude anderer.“

Simmeraths Bürgermeister Karl–Heinz Hermanns anerkannte mit „Dank an alle, die zum Gelingen dieser drei optimal gestalteten Feiertage beitrugen“ die vielschichtigen Vorbereitungs-Maßnahmen der Gastgeber. Eicherscheids Ortsvorsteher Günter Scheidt betonte, in Reihen seiner Mitbürger werde das Wir–Gefühl groß geschrieben. „Aus gebotenem Anlass etwa prangt unser auf Europa–Ebene prämiertes Dorf heute im Fahnenschmuck. Was wären unsere Eifeldörfer ohne darin sorgsam praktiziertes Ehrenamt? Dank ihm fühlen wir uns seit Tagen wohl bei klangvoller Musik.“

Werner Wamser aus Hellenthal überbrachte eine Grußbotschaft aller 52 im Volksmusikerbund NRW vereinten Instrumentalvereine. Zugleich warb der Funktionsträger bei den Gastgebern dafür, sich am Landesmusikfest 2014 in Soest „mit Nordeifeler Beiträgen im Wertungsspiel und Konzert“ zu beteiligen.

Mit diesem letzten Grußwort, Vertonung des schmissigen „Fliegermarsches“ und Erklingen der Nationalhymne verhallten die flotten Töne harmonischen Gesamtspiels. Der farbenfrohe Tross der Festzugteilnehmer zog nun vom Sportplatz in geordneten Reihen zum Musikpavillon, die Schützendamen in augenschmeichelnder, eleganter Garderobe. Auf der neuen Bühne fanden sich die Angehörigen sieben leistungsstarker Orchester ein. „Bunt zusammengewürfelt“ spielten sie, dirigiert vom Künstlerischen Leiter der Eifelklänge, Harry Schaeps, und in ihrem Repertoire moderiert von deren Vorsitzendem Jochen Jansen, wie „aus einem Guss“ und mit spontanem Einfühlungsvermögen. Mit Potpourris weltbekannter Kompostionen – von den „Alten Kameraden“ zum beliebten Volks– und Wanderlied wie Abba–Hits brandeten Melodien durch das Golddorf, die nicht nur das Ohr erfreuten. (M.S.)

Bilder finden Sie unter: http://www.eifelklaenge-eicherscheid.de/index.php?id=77